Fachausbildung zum Heilpraktiker
Verbände, Vereinigungen, Schulen gibt es verwirrend viele, aber nur zwei Verbände in Hessen bauen auf jahrzehntelanger berufsständischer Tradition auf. Davon hat sich ein Verband auf berufsbegleitende Ausbildung spezialisiert:
Die Union Deutscher Heilpraktiker UDH
Für die Beantwortung weiterer Fragen zum Thema Ausbildung wenden Sie sich bitte direkt an uns:
Kontakt
Zugangsvoraussetzung
- Besitz der bürgerlichen Ehrenrechte
- Keine Vorstrafen (insbesondere schwere strafrechtliche oder sittliche Verfehlung - Heilpraktikergestz § 2,Abs. f.)
- Abgeschlossene Schulbildung (oder Berufsausbildung)
- Vollendung des 21. Lebensjahres, staatliche Zulassung ab dem 25. Lebensjahr
- Der Studierende muß frei sein von Krankheiten und Leiden, die die Tätigkeit als Heilpraktiker beeinträchtigen könnten (Heilpraktikergesetz § 2,Abs. g.; Drogenabhängigkeit).
- Außerordentliche Mitgliedschaft in der UDH, LV Hessen e.V. (siehe Studienausweis)
Unser Berufsbild
Der spezielle Charakter der Tätigkeit ergibt sich aus seiner Auffassung von Gesundheit und Krankheit, vom Menschen als einer Einheit von Körper und Geist, dem von Natur Heilkräfte verliehen wurden. Diese naturgegebenen Heilkräfte mobilisiert und aktiviert der Heilpraktiker durch den Einsatz natürlicher und seit Generationen bewährter Heilmittel und Methoden. Um die Tätigkeit als Heilpraktiker erfolgreich, d.h. zum Besten des kranken Menschen ausüben zu können, bedarf es eines tiefen Verständnisses für den Ablauf der Lebensvorgänge, einer umfassenden Ausbildung auf allen Gebieten der Heilkunde, einschließlich der vielfältigen Therapiemöglichkeiten.
Mit zunehmendem Wissen und dem Reifen der eigenen Persönlichkeit wird der Studierende mehr und mehr in die Lage versetzt, seine Neigungen und Begabungen klarer zu erkennen, um nach beendetem Studium entscheiden zu können, welche Therapieformen er in seiner Praxis einsetzen will.
Ausgelernt hat der Heilpraktiker jedoch nie, und es ist selbstverständlich, daß niemand, der sein Studium absolviert hat, schon Meister in seinem Fach ist. Sicherheit bringt nur laufende Weiterbildung und das Studieren des reichen Schatzes der Heilkunde. Außerdem wird jeder, der sich intensiv mit diesem schweren, aber schönen Beruf befaßt, so fasziniert, daß ihm fachliche Weiterbildung ein echtes Bedürfnis ist.
Es ist unmöglich, Sie nur in einem oder einem halben Jahr zum Heilpraktiker auszubilden. Wer am lebendigen Menschen in selbstverantwortlicher Tätigkeit arbeiten will, benötigt mehr als lediglich eine "Kurzausbildung" von einigen Monaten.
Bevor Sie sich entschließen, Heilpraktiker zu werden, müssen Sie wissen, daß Sie eine hohe Verantwortung übernehmen und einen Beruf wählen, der den Einsatz der ganzen Person fordert. Berufung, Wissen und Können machen die Persönlichkeit des Heilpraktikers aus.
Ausbildung
Die Fachausbildung erfolgt in Seminaren. Der Stoff der einzelnen Lehrfächer wird im Rahmen von Workshops unterschiedlicher Zeitdauer praxisbezogen in Form von Vorträgen und praktischen Übungen erarbeitet. Das häusliche Studium ergänzt den in den Seminaren vermittelten Lehrstoff.
Dozenten
Leiterin des Med. Lehr.- und Fortbildungsinstitutes für Heilpraktiker, das seit über 30 Jahren ausbildet, ist die Heilpraktikerin Monika Gerhardus, Vorsitzende der Union Deutscher Heilpraktiker des Landesverbandes Hessen e.V. und Präsidentin des Bundesverbandes.
Weitere Dozenten des Institutes sind qualifizierte und pädagogisch befähigte Heilpraktiker.
Abschlussprüfung
Die Ergebnisse der mündlichen und schriflichen Abschlussprüfung entscheiden am Ende der Fachausbildung darüber, ob die Prüfung erfolgreich abgelegt wurde. Aus verständlichen Gründen kann das Institut keine Garantie für ein erfolgreiches Ablegen der Prüfung übernehmen. Bei einer intensiven Mitarbeit des Studierenden kann das Studienziel jedoch ohne weiteres erreicht werden.
Teilnehmerzahl
Die Teilnehmerzahl ist begrenzt, um die geplante Unterrichtsführung und das Erreichen des Berufszieles sicherzustellen.
Dauer der Fachausbildung
Die Fachausbildung erstreckt sich über 36 Monate. Die innerhalb dieser Zeit vorgesehenen Ferien ergeben sich aus dem Studienplan, der dem Studierenden nach der Anmeldung zur Fachausbildung übermittelt wird.
Seminare und Unterrichtszeiten
Monatlich werden mindestens zwei Samstags-Seminare von ca. 10.00 - 18.00 Uhr durchgeführt.
a) Praxis-Seminare (Vorlesungen und praktische Übungen)
b) Fachfortbildungs-Seminare im Kollegenkreis des Berufsverbandes
Welche Zeit sollten Sie täglich zu Hause studieren?
Wieviel Zeit Sie zum alltäglichen Studium außerhalb unseres Unterrichts brauchen, hängt von mancherlei ab und muss in Einzelgesprächen erwogen werden. Sie sollten jedoch täglich mit 3 bis 4 Stunden Studienzeit rechnen.
Beginn und Ende der Fachausbildung
Die Ausbildung beginnt jeweils im März bzw. April und endet mit der Verleihung der Abschlußurkunde (bei bestandener Prüfung) im Februar bzw. März des übernächsten Jahres. Daran schließt sich - auf freiwilliger Basis - ein Jahr der Wiederholung und Vertiefung an.
Lehrplan
Grundausbildung - Ausbildung in Volks-, Natur- und Erfahrungsheilkunde
Histologie - Anatomie - Physiologie - allgemeine Krankheitslehre - Hygiene - Desinfektion - Sterilisation
Spezielle Krankheitslehre - Untersuchungsmethoden - praktische Behandlungsmethoden
Massage - Chiropraktik - Reflexzonen-Therapie - Segmentlehre - Meridianlehre - Ausleitungsverfahren
Injektionskurs - Biochemie - Diätetik
Irisdiagnose - Homöopathie - Bio-Elektronische Funktionsdiagnostik
Praxisführung - Berufskunde - Gesetzeskunde - Vorbereitung auf Überprüfung beim Gesundheitsamt - Abschlußprüfung
Studienausweis
Der Studierende erhält für die Dauer der Heilpraktiker-Fachausbildung einen Studienausweis, der ihm die Teilnahme zu ermäßigten Preisen an vielen Veranstaltungen etc. ermöglicht.
Niederlassungsmöglichkeiten
Nach Erteilung der behördlichen Erlaubnis zur Ausübung der Heilkunde ohne Bestallung besteht für den Heilpraktiker Niederlassungsmöglichkeit im gesamten Bundesgebiet und in den EG-Mitgliedstaaten, wobei das Institut sowie die Landesverbände der Union Deutscher Heilpraktiker bemüht sein werden, freie Praxen kostenlos zu vermitteln und beratend zur Seite zu stehen
Krankenkassen
Durch die Mitgliedschaft in einem Landesverband der Union Deutscher Heilpraktiker ist die Heilpraktikerin und der Heilpraktiker nach der behördlichen Zulassung zu privaten Krankenkassen zugelassen.
Ausbildungskosten
Einschreibung und Studienbedingungen
Die Einschreibung (Anmeldung) ist für beide Teile bindend, sobald das Med. Lehr- und Fortbildungsinstitut für Heilpraktiker sich zur Annahme der Einschreibung entschlossen hat.
Die Anmeldung zum Studium berechtigt zur Teilnahme an den Seminaren. Für - aus eigenem Entschluß - versäumte Seminare erfolgt keine Rückerstattung der Studiengebühren. Das Institut behält sich vor, Seminare zu verlegen oder durch andere Fachkräfte durchführen zu lassen. Eine Aufhebung der Einschreibung aus später bekannt werdenden Gründen bleibt dem Institut vorbehalten.
Um eine Anpassung des Lehrstoffes an die neuesten Erfordernisse der Praxis zu ermöglichen, werden Änderungen des Lehrplanes vorbehalten.
Ein vorzeitiges Abbrechen des Lehrganges ist möglich.
Die für die Einschreibung geforderten Unterlagen ergeben sich aus dem Formblatt "Einschreibung zum Heilpraktiker Studium".
Studienbeginn
Jährlich im April
